Annual conference – Cluster personelle EZA „Strengthening local partners through voluntary work“ – Bericht Beat Glinz

Part I: Focus on Organisations
Interteam, Comundo, Brot f. alle, Unité berichten über aktuelle Trends und Themen 2017. Aufgeworfene Fragen und Diskussionsthemen im Plenum:

  • Begriff ‚Freiwillige‘ / Voluntary Work: Erklärung durch Interteam u.a. Der Begriff wird von vielen Organisationen selbst seit längerem nicht mehr verwendet! Bei der DEZA aber schon >> das Anliegen wird gehört; vor allem überzeugt: CHF 6’000’000.- Lohnverzicht durch Fachpersonen im Einsatz. Darum geht es. Das ist der Kern des ‚Voluntary‘ im Kontext PEZA.
  • Unité Studie aus aggregierten Daten der Mitgliedorganisationen; obige Zahl ist ein Beispiel daraus.
  • Realitätsbezug der Fachpersonen in der PEZA wird betont durch DEZA und in Bezug gesetzt zu heutigen Junior – Laufbahnen (Adrian Maître). Frage der Durchlässigkeit für Laufbahnen von der PEZA in andere EZA Organisationen.
  • Bsp. Arbeit im Norden (Interteam): Das Thema Gewaltprävention wird aus Bolivien in die Schweiz getragen und resultiert in Arbeit und Vernetzung in der Schweiz zum gleichen Thema.
  • Zusammenarbeit in Nicht-Schwerpunktländern? Was passiert bezügl. S-Amerika, wenn sich die DEZA da zurückzieht? Antwort: Idee ist nicht, dass nichts mehr in anderen Ländern finanziert wird. Multilaterale sind ja auch in andern Ländern tätig oder die HH.

 

Part II: Thematic focus

  • Riskmanagement in Nicaragua (Interteam)
    „Pradiesvögel“ (Ich weiss, dass ich Gutes tue und ich lass mir dabei nicht allzusehr dreinreden) können ein Risiko darstellen, das bei einigen Personen erst jetzt in dieser Krisensituation sichtbar wird (Teilnahme an Demonstrationen z.B.)
  • Evaluation: PEZA aus Sicht der Partnerorganisationen. Herausforderungen=
    Fehlende Inkulturation der Fachpersonen

    • Instabile Rahmenbedingungen, insbesondere Finanzierung
    • Fehlende Kontinuität (Präsenz der Fachpersonen)
    • World Café (Fragen gestellt durch DEZA):
      „Professional volunteers: What makes the different to other engagements in development cooperation?“
      What are realistic approaches and best practices to show effectiveness of „voluntary work“?
      How do organizations best manage risks with professional volunteers?

Diskussion / Conclusions

  • Civil engagement – ist das grosse Thema unserer Zeit. Scheint es doch Raum für PEZA zu geben?
  • Wirkungsmessung: auf die Ebenen aufpassen! Resultate auf der Ebene Landesprogramm nicht dem einzelnen Einsatz aufladen. Achtung vor überrissenen Erwartungen.
  • PEZA = das „Wie“ (ein Instrument). Kann deshalb nicht als solche auf Wirkung überprüft werden!
  • Nachwuchs / Durchlässigkeit von PEZA zu andern Organisationen: Kann das gefördert werden? (Erinnerungen an erste Durchgänge JPO werden wach, wo Juniors bei NGO’s platziert wurden.)
  • Präsenz cinfo wurde ausdrücklich begrüsst.
  • Allgemeiner Ton der DEZA: „Ihr seid die SpezialistInnen. Ihr müsst kommen mit Vorschlägen.“

Report: 4th European Forum for Int. Volunteering Cooperation Organizations

28.-30. Mai 2018 (Präsenz bis 29. Mai) mit  VertreterInnen von ca. 20 Volunteer Organisationen von Canada bis Ungarn, Italien bis Norwegen

In Kürze – Relevantes für cinfo

  1. Kurzbeschreibung der Teilnehmenden Organisationen und ihrer aktuellen Herausforderungen
    • Die Organisationen sind sehr divers. Mehrere sind Mitgliederorganisationen, die Standards erarbeiten, Volunteers beraten und vermitteln.
    • Reciprocity missions, S-S Vermittlung, etc. scheint zunehmend Thema zu sein bei mehreren. Das alte Muster „Experte aus Europa berät Organisation“ scheint eher nicht die Zukunft zu sein.
    • Deutschland (AGEH): Funding vom Staat nimmt zu; Diskussion über die Art Volunteering, das unterstützt wird: Fachkräfte (Modell PEZA) oder volunteering für Junge (Weltwärts)?
      Ziviler Friedensdienst scheint ein Erfolg zu sein.
    • Frankreich: trotz Diskussion mit Vertreterin France volontaires immer noch Unklar über Struktur und Akteure in Frankreich… z.B. Rollen France Volontaires < > Coordination Sud
    • Kanada (MMW4P), Norwegen (Austausch zwischen Unternehmen) fallen durch Innovation auf.
  1. Safe guarding issues / Standards
    • Leading standards working group (lead: VSO Ireland) arbeitet u.a. an Standards zu duty of care (e.g. protection). Kontakt
  1. Volunteering and SDGs
    • Thomas Gass zu Volunteering und SDGs; nicht immer klar von welcher Art Volunteering die Rede ist: volunteering for development – learing model (youth volunteering) – civil society development?
  1. Impact measurement
    • Projekt zur Messung von Softskills, ausgerichtet auf junge Volunteers.
    • Einige Org. sind unter Druck aufzuzeigen, dass ihre Arbeit relevant ist.